Neue Geschwindigkeitstafeln

Frenkhauser Vereine spenden für Verkehrssicherheit

Die Geschwindigkeitstafeln zeigen an, wie schnell die Fahrer unterwegs sind.
 
 
Frenkhausen. Auf eigene Faust wollten die Bürger aus Frenkhausen etwas für die Verkehrssicherheit in ihrem Ort tun. Mit der Hilfe örtlicher Vereine und Sponsoren konnten nun Geschwindigkeitstafeln angeschafft werden, die Verkehrsteilnehmer auf ihre passende oder eben auch überhöhte Geschwindigkeit hinweisen.
Seit vielen Jahren wird in Frenkhausen über das Thema Verkehrssicherheit diskutiert. Besonders an der Durchgangsstraße haben viele Anwohner das Gefühl, dass hier deutlich zu schnell gefahren wird. Beschwerden beim Ordnungsamt und gelegentliche Messungen in den vergangenen Jahren haben dies zum Teil bestätigt. 

Jedoch sind temporäre Messungen, so waren sich die Frenkhauser einig, nur von kurzer Dauer und verfehlen oft den gewünschten Effekt. Für weitere, dauerhafte verkehrsberuhigende Maßnahmen sahen die Verantwortlichen der Stadt Drolshagen und Kreis Olpe jedoch keine Notwenigkeit.Vereine angeschriebenAls dann im Frühjahr der Verkehr in Frenkhausen, bedingt durch die Brückensprengung B54/Autobahn, die Ampelanlage im Rosenthal und der Erneuerung der Landstraße durch das Wintersohle-Tal, stark anstieg, suchten die Frenkhauser eigenständig nach möglichen Lösungen.

Auf Anregung der „Häkeltanten“ hatte Ortsvorsteher Lothar Burghaus die heimischen Vereine und Gruppen, die eine Vereinskasse führen, angeschrieben und um Unterstützung zur Anschaffung von Geschwindigkeitstafeln gebeten. Diese messen die vorbeifahrenden Fahrzeuge und melden das Ergebnis dem Fahrer mittels Anzeige zurück.

In kürzester Zeit hatten dann der heimische Musikverein, der Sport- und Freizeitclub, der Schützenverein, der Fahnengestellungsverein, die Häkeltanten und die Poschebrüder sowie der Kindergartenvorstand und der Kapellenvorstand ihre Unterstützung zugesagt. Der Ortsvorsteher steuerte aus der Dorfkasse ebenfalls einen Obolus bei. Den Restbetrag übernahm ein einheimischer Sponsor. 

Nachdem verschiedene Angebote eingeholt waren, wurde sich kurzfristig für ein Modell entschieden. Durch zähe Verhandlungen mit dem Lieferanten konnte ein Sonderpreis erzielt werden, so dass direkt zwei Geräte angeschafft wurden. In Abstimmung mit der Stadt Drolshagen wurden dann vor Ort mögliche Standorte besichtigt. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile verschiedener Standorte hat man sich zusammen auf die Bereiche „obere und untere Biggeseestraße“ verständigt.Gute und böse SmileysSo werden Autofahrer nun freundlich im Bereich vor dem Kindergarten und vor den Bushaltestellen in der Ortsmitte auf ihre gefahrene Geschwindigkeit hingewiesen. Liegt diese innerhalb der erlaubten 50km/h, so bedankt sich das Gerät mit einem grünen Smiley. Solle die gemessene Geschwindigkeit über der erlaubten Grenze sein, so ermahnt es mit einem roten Gesicht.

„Die Anlagen sind seit Juni im Betrieb und die Organisatoren, Sponsoren und Anwohner sind allesamt mit dem Ergebnis zufrieden“, so der Ortsvorsteher Burghaus. „Man merkt deutlich, dass der, der ertappt wird, umgehend bremst“, so ein Anwohner.Weitere Sponsoren gesuchtDerzeit organisiert Burghaus noch weitere Masthalterungen, so dass ein Geräte noch an anderen Straßen aufgehangen werden könnte. Das Gerät im Bereich Kindergarten bleibt dort jedoch dauerhaft installiert, um so den jüngsten Verkehrsteilnehmer eine besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Der Ortsvorsteher ist zufrieden mit der Anschaffung und hofft, dass diese langfristig für eine Reduzierung der Geschwindigkeit in Frenkhausen sorgen wird. Gleichzeitig ist Burghaus noch auf der Suche nach Sponsoren für eine Solaranlage, mit der die Energieversorgung über längere Zeit sichergestellt werden kann. Derzeit müssen die Akkus alle acht bis zehn Tage abgenommen und aufgeladen werden. Wer hier die Dorfgemeinschaft unterstützen möchte, kann sich beim Ortsvorsteher melden.

(LP)

Umbau des „Hasenbahnhofs“

Frenkhauser gestallten Dorfmittelpunkt neu

In Frenkhausen ist in diesem Jahr (2017) mal wieder einiges passiert. So haben die Frenkhauser, neben der Neuanschaffung eines Rasenmähertraktors zur Pflege des Bolzplatzes, den Platz vor der Kapelle, in eingeweihten Kreisen auch „Hasenbahnhof“ genannt, umgestaltet. Wo lange Rosen und „Gestrüpp“ wild vor sich hin wuchsen haben einige Männer rund um Ortsvorsteher Lothar Burghaus, der im Übrigen diese Projekt indiziert hat, in Eigenleistung grundlegende Veränderungen vorgenommen.

Nachdem zunächst die angedachten Baumaßnahmen mit der Stadt Drolshagen besprochen wurden und diese „Grünes Licht“ gegeben haben, hat man als erstes die alte Bepflanzung entfernt. Dies wurde dankenswerter Weise vom Bauhof der Stadt Drolshagen, mit Hilfe eines Minnibaggers, erledigt. Im Anschluss wurde der Untergrund begradigt. Im Außenbereich wurde umlaufend eine Natursteinmauer bzw. –abgrenzung angelegt. Die spontane Idee des Ortsvorstehers einen Brunnen zu integrieren, konnte dann auch noch kurzfristig mit aufgegriffen und umgesetzt werden. Hier ist den Jungschützen aus Frenkhausen ein besonders Lob auszusprechen, da sie die erforderliche Tonne als Wasserspeicher in den felsharten Boden eingebaut hatten. Auch sei besonders Michael Schufft gedankt, der die Natursteinarbeiten der Mauer und am Brunnen umgesetzt hat. Um die Fläche später mit Pflanzen bestücken zu können, wurde der entsprechende Bereich mit Mutterboden aufgefüllt, ein Unkrautflies verlegt und die Deckschicht mit Rindenmulch hergestellt.

Neben dem Dank an die zuvor genannten, dankt Ortsvorsteher Burghaus ebenfalls der Volksbank Drolshagen, die die Baumaßnahme finanziell unterstützt hat, Christian Hesse, Reinhard Hesse und der Firma PacLoc für Materialspenden sowie Jürgen Burghaus und Maik Boek für ihre tatkräftige Mitarbeit. Christian Burghaus und Walter Maiworm sei ebenfalls gedankt, da sie Ihren Fuhrpark zur Verfügung gestellt hatten.

Ein besonderen Dank spricht Burghaus der „Franziskusgemeinschaft“ aus, die durch eine großzügige Spende aus dem Reinerlös des jährlichen, zum Beginn der Adventszeit stattfindenden, Franziskusmarktes die Umgestaltung erst möglich gemacht hat.

Nun, wo die Tage früher dunkel werden, wird der Brunnen mit zusätzlicher Beleuchtung einer Solaranlage, mit der der Brunnen auch betrieben wird, in „Szene“ gesetzt. Im kommenden Frühjahr soll dann noch eine geeignete Bepflanzung folgen.

Abschließend sind sich alle Beteiligten einig, dass dies mal wieder ein gelungenes Projekt darstellt und den Gemeinschaftssinn im Dorf nachhaltig fördert. Die nächsten Projekte stehen schon auf dem Plan des Ortsvorstehers und sollen in einer Ende Oktober stattfindenden Dorfversammlung vorgestellt und diskutiert werden.

(Termin wird im Dorfkalender der Dorf-Homepage: www.franziskusgemeinschaft.de eingestellt.)

 

Baumeister "Schuff" in seinem ELEMENT:

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Baustelle; Zwischenstand:

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Brunnen bei Nacht:

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Gesamtansicht:

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